Kurzinfo zur Russisch Blau

 

Blaue Katzen deren Geschichte bis ins 8. Jahrhundert zurückreicht. Als Liebling der russischen Zaren, etwa Mitte des 18. Jahrhunderts, wurdenn diese entzückende Katzenrasse salonfähig, und bezauberte seitdem nicht nur Aristokraten mit ihren tiefgrünen Augen.

 

Körperbau: Schlanke, graziöse Katze mit langgestrecktem, muskulösem Körperbau auf schlanken Beinen, die in ovalen Pfoten enden, deren Fußballen lavenderrosa sind.

Kopf: Keilförmig, mit gerader Nase ohne Einbuchtung. Ausgeprägte Schnurrhaarkissen sind vorhanden. Das Profil ist leicht gewölbt, mit gerader Stirn und weit nach oben gesetzten, spitzen Ohren.

Augen: Groß, weit auseinander stehend, mandelförimg, von intensiver hell- bis dunkelgrüner Farbe.

Schwanz: Lang, am Ansatz nicht zu dick, spitz zulaufend.

Fell: Doppelt, sehr fein, seidig weich, plüschig dicht. Es soll bis auf die Haarspitzen durchgefärbt sein und einen deutlichen Silberschimmer aufweisen. Mittleres bis helles streifenfreies Blau.

Wesen: Die Russisch Blau ist die Aristokratin unter den Rassekatzen. Vornehm, distinguiert und manchmal etwas zurückhaltend - aber nicht scheu! Die Russin ist ihrem Menschen gegenüber sehr anhänglich und eine wirklich ruhige, ausgeglichene Wohnungskatze.

Geeignet für: Menschen die schon etwas Katzenerfahrung mitbringen, und eine anhängliche Katze suchen, die sehr auf ihre Menschen bezogen ist, Fremden aber eher reserviert begegnet. Die Russisch Blau benötigt kaum Fellpflege.

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GESCHICHTE DER RUSSISCH BLAU

 

Smaragdäugige Lieblinge der Zaren

Blaues Fell, überstrahlt von silbrigem Glanz aus dem grüne Augen wie Smaragde funkeln! - Minipanther im blauen Dress, die sich mit unvergleichlicher Eleganz und Anmut bewegen... Nicht nur die russischen Zaren waren ganz verliebt in ihre kostbaren Schönheiten, in Europa zieht diese Kurzhaarrasse immer mehr Liebhaber in ihren Bann. Die meisten machen die Erfahrung: Einmal Russe immer Russe! Denn diese Katzen haben auch einen unvergleichlichen Charakter, der zusammen mit ihrem äußeren Erscheinungsbild "süchtig" machen kann.

 

Wer einmal in dieser Sucht gefangen ist...

kann sich aber trösten, denn er findet sich in bester, teils sogar aristokratischer Gesellschaft.

Mit Hilfe der sehr reise- und eroberungslustigen Wikinger gelangten einige der Exemplare der blauen Katzen schon sehr früh (ca. 1553) nach England, Spanien und Malta, sozusagen als "blinde Passagiere".

Etwa um 1850 ist die Existenz einer Russisch Blau namens "Vadka" am Russischen Zarenhof belegt. Der von den blauen Russen absolut begeisterte Zar Nikolaus I. war es, der diese Rasse in den Kreisen des russischen Hochadels bekannt machte und ihr so zu einer einflußreichen Lobby verhalf. Diese sanften blauen Katzen waren bei Hofe so beliebt, daß man ihnen sogar das Recht gewährte, bei den Kindern der Zarenfamilie zu schlafen.

Viele moderne Untersuchungen haben ja bereits beweisen, wie gut Kindern der Umgang mit Haustieren tut.

 

Einzigartiges Wesen

Die züchterischen Bemühungen in Europa haben bereits Früchte getragen. Die Qualität der heute gezüchteten Russen ist hervorragend. So gut, daß auch bereits aus der eigentlichen Heimat der Russisch Blau, aus Rußland, die ersten Anfragen nach Jungtieren an Deutsche Züchter gestellt werden. Ziel ist es, die Rasse rein zu züchten, dabei bezeichnet der Name Russisch Blau keinen Farbschlag, sondern die Rasse als solche, die es demzufolge auch nur in einer Farbe geben kann!

Was die blauen Russen aber bei Liebhabern, wie auch bei Züchtern so beliebt macht, ist ihr einzigartiges Wesen. Die meisten Russen sind nicht unbedingt ein "Jedermannsfreund". Ihrem Frauchen oder Herrchen sind sie aber immer in zärtlicher Liebe zugetan. Dabei verstehen sie es geschickt, die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, ohne dabei aufdringlich und lästig zu werden. Auch sind sie keine übermäßigen Plaudertaschen und lassen ihre sanfte Stimme nur dann hören, wenn sie es für unbedingt erforderlich halten.

 

Aktive Schönheiten

Erwachsene Russen sind durchaus mit viel Familiensinn ausgestattet, aber sie sind auch sehr dominant. Daher sollte man immer auf genügend Rückzugsmöglichkeiten und eine katzengerechte Ausstattung der Wohnräume achten, damit sich die Tiere auch ausweichen können.

Wer einmal Russen in einem freien Bewegungsspiel gesehen hat, weiß auch, daß diese doch relativ schlanken Katzen echte Kraftbündel sind. Sie springen elegant und landen weich und lautlos. Alle Bewegungen wirken leicht und fließend; so auch der federnde Sprung aus dem Stand auf ein zwei Meter hohes Podest. Russen sind wirklich aktive Katzen und man ist oft überrascht, wenn man so ein Tier hochnimmt, wie muskulös und schwer der eigentlich grazile Körper ist.

 

Wo man eine Russisch Blau bekommt

Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, sich einen solchen Schatz auf vier Pfoten ins Haus zu holen, erkundigen Sie sich beim seriösen Züchter (Infos z.B. über Vereine und Verbände). Impfungen gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche sollten selbstverständlich sein, ebenso wie regelmäßige Entwurmungen. Ein bei Abgabe aktuelles Gesundheitszeugnis vom Tierarzt ist sicherlich auch von Vorteil.

Bestehen Sie unbedingt auf einen von einem anerkannten Zuchtverband ausgestellten Stammbaum, er garantiert für die Rassereinheit und zudem unterliegen Züchter in Vereinen und Verbänden auch bestimmten Zuchtrichtlinien, die sie einhalten müssen. Dadurch werden die Katzen vor Ausbeutung geschützt.

Regelmäßige Wiederholungsimpfungen, gute Pflege, viel Ansprache und eine hochwertige Ernährung sind wichtige Bausteine für ein langes, glückliches Zusammenleben mit Ihrer Russisch Blau.

Eines ist sicher: Wenn eine Russin Sie zu Ihrem Herrchen oder Frauchen erwählt hat, dann werden auch Sie zu den "Süchtigen" gehören, die sich ein Leben ohne diese sanften und anhänglichen Katzen nicht mehr vorstellen können.

Viel Spass mit Ihrer Samtpfote!

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(Quelle: Teilauszüte, Katzen extra 3/98)

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